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 Betreff des Beitrags: Berlin: Straßenbahn und Bus
BeitragVerfasst: 3. Januar 2013, 16:23 
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Registriert: 25. November 2009, 12:00
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Als ich es über Silvester im Ostteil von Berlin unterwegs war, bot sich für mich endlich die Gelegenheit, die Berliner Straßenbahn (Linien M6 und M8) zu nutzen. Mir kam das Fahrverhalten der Straßenbahn dort recht zügig vor. Es wurde nach der Abfahrt stehts schnell beschleunigt und flüssig bis zur nächsten Haltestelle gefahren. Große Verspätungen gab es Keine, dafür kam es aber auch zu um bis zu zwei Minuten verfrühte Abfahrten.

Weiß jemand, ob man in Berlin bei der Abfahrt ein höheres Risiko eingeht oder ob es hier Sicherheitseinrichtungen für eine schnelle Beschleunigung bei Haltestellenabfahrt gibt?


Leider wurden im Westteil der Stadt aufgrund der grauenhaften Verkehrspolitik die Straßenbahnstrecken stillgelegt. Nachdem ich gesehen habe, wie gut die Straßenbahn im Ostteil funktioniert schmerzt das noch mehr. Stattdessen sind hier Busse unterwegs, bei Welchen rote Ampeln und volle Kreuzungen für längere Fahrtzeiten und Verspätungen sorgen. Gestern Abend zwischendurch um das Erreichen meines ICEs gezittert, als ich vom Kleistpark aus mit der Buslinie M85 (Doppeldecker) mit 25 Minuten Verspätung am Berliner Hauptbahnhof angekommen bin. Erst kam der Bus neun Minuten zu spät, dann wurde er an Kreuzungen von Autos sowie roten Ampeln (kein Vorrang für Busse) behindert. Am Bahnhof Potsdamer Platz fast überlegt, in die S-Bahn umzusteigen, doch mit der angekündigten Umleitung über den Tiergartentunnel sollte es noch locker auf meinen Zug reichen. Nachdem der Fahrer kurz vorm Hauptbahnhof in eine Baustelle gefahren ist und ein Wenden erst fehlschlug, war ich mir nicht mehr sicher, ob die eingeplanten 33 Minuten Reserve hier noch ausreichen. Dann hat der Busfahrer das Problem gelöst, indem er bis zur nächsten Einfahrt rückwärts gefahren und dort gewendet hat. Somit hat mir die Zeit am Hbf gerade noch gereicht um nachzusehen, wo sich mein reservierter Sitzplatz befindet und mich auf dem überfülltem Bahnsteig in den richtigen Abschnitt zu bewegen, wo ich gerade bei Einfahrt angekommen bin.

Ich denke, mit einer vergleichbar flüssig fahrenden Straßenbahn wie im Osten der Stadt, wäre die Fahrt viel entspannter gelaufen. Das nächste Mal werde ich auf dem Weg zum Fernverkehr wohl den Bus lieber meiden und mich nach Alternativen mit S- und U-Bahn umsehen.


Etwas ärgerlich, dass die Berliner Regierung wohl immernoch von der autogerechten Stadt träumt und statt einem Ausbau der Straßenbahn im Westteil der Stadt am Ausbau der Stadtautobahn interessiert ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berlin: Straßenbahn und Bus
BeitragVerfasst: 3. Januar 2013, 21:01 
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Beiträge: 1459
ralf1985 hat geschrieben:
Weiß jemand, ob man in Berlin bei der Abfahrt ein höheres Risiko eingeht oder ob es hier Sicherheitseinrichtungen für eine schnelle Beschleunigung bei Haltestellenabfahrt gibt?


Wie meinst du das?


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 Betreff des Beitrags: Re: Berlin: Straßenbahn und Bus
BeitragVerfasst: 4. April 2014, 16:20 
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Registriert: 4. April 2014, 15:42
Beiträge: 1
ralf1985 hat geschrieben:
Leider wurden im Westteil der Stadt aufgrund der grauenhaften Verkehrspolitik die Straßenbahnstrecken stillgelegt. Nachdem ich gesehen habe, wie gut die Straßenbahn im Ostteil funktioniert schmerzt das noch mehr. Stattdessen sind hier Busse unterwegs, bei Welchen rote Ampeln und volle Kreuzungen für längere Fahrtzeiten und Verspätungen sorgen.

Naja man hat halt mehr auf die U-Bahn gesetzt. Und das ist auch besser so. Das ding mit dem M85er ist so, dass eigentlich auf der Strecke die U-Bahnlinie U10 gebaut werden sollte. Einige Bahnhöfe stehen ja auch schon im Rohbau. Nur kam dann der Mauerfall und andere Projekte haben da vorrang gehabt. Und wenn man die U10 jetzt bauen wollen würde, hätte sicher die Bahn was da gegen, weil die U10 fast paralel zur S1 verkehrt. Die Bahn hatte ja schon wegen dem Paralelverkehr probleme mit der Umbennenung von der Buslinie 148 zum M48 (Metrobus). Im Ostteil gibt es einige Linien, wo man schon garnicht mehr weiß was man mit den vielen Fahrgästen machen soll. Beispielsweise auf der Linie M4. Die fährt teilweise alle drei Minuten mit langen Flexity Einrichtern (F8E) und die Bahnen sind alle überfüllt. Selbst in den Nebenverkehrszeiten.

ralf1985 hat geschrieben:
Etwas ärgerlich, dass die Berliner Regierung wohl immernoch von der autogerechten Stadt träumt und statt einem Ausbau der Straßenbahn im Westteil der Stadt am Ausbau der Stadtautobahn interessiert ist.

Die Autobahn wird vom Westteil in den Ostteil gebaut, weil in dem Bereich einfach alle Straßen überfüllt sind und somit die Anwohner und der Busverkehr geschont werden.

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Wenn die die rein wollen die die raus wollen nicht raus lassen, können die die raus wollen die die rein wollen nicht rein lassen.


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