Verkehrsforum Karlsruhe

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 Betreff des Beitrags: Re: Saarbahn auf der S9
BeitragVerfasst: 17. März 2012, 14:52 
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@sp dr 60: Ich hab mich auf den potentiellen Zustand nach Eröffnung des Rastatter Tunnels bezogen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Saarbahn auf der S9
BeitragVerfasst: 17. März 2012, 17:07 
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MrEnglish hat geschrieben:
Ich denke eher, dass es zu einer deutlichen Zunahme beim Güterverkehr geben wird, weil ja der Engpass nach Rastatt wegfällt. Könnte aber auch sein, dass durch die zusätzliche Kapazität auf der Durmersheimer Strecke der Mehrverkehr komplett dort aufgefangen wird.


Die Zunahme des Güterverkehrs ist doch unabhängig vom Rastatter Engpass, sondern hängt eher mit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels zusammen - das Verkehrsvolumen wird innerhalb von 10-20 Jahren um 20 bis 50 % zunehmen. Im Grunde könnte die Bahn schon anfangen auf beiden Strecken wenigstens ein drittes, besser noch ein viertes Gleis zu legen (Stichwort Entflechtung). Bei den enormen Planungszeitspannen hinkt das Netz dem realen Bedarf immer hinterher. Überspitzt formuliert: Was heute gebaut wird, hätte man schon vor 20 Jahren gebraucht ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Saarbahn auf der S9
BeitragVerfasst: 17. März 2012, 18:51 
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strabatim hat geschrieben:
MrEnglish hat geschrieben:
Ich denke eher, dass es zu einer deutlichen Zunahme beim Güterverkehr geben wird, weil ja der Engpass nach Rastatt wegfällt. Könnte aber auch sein, dass durch die zusätzliche Kapazität auf der Durmersheimer Strecke der Mehrverkehr komplett dort aufgefangen wird.


Die Zunahme des Güterverkehrs ist doch unabhängig vom Rastatter Engpass, sondern hängt eher mit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels zusammen - das Verkehrsvolumen wird innerhalb von 10-20 Jahren um 20 bis 50 % zunehmen. Im Grunde könnte die Bahn schon anfangen auf beiden Strecken wenigstens ein drittes, besser noch ein viertes Gleis zu legen (Stichwort Entflechtung). Bei den enormen Planungszeitspannen hinkt das Netz dem realen Bedarf immer hinterher. Überspitzt formuliert: Was heute gebaut wird, hätte man schon vor 20 Jahren gebraucht ...
Naja, bevor man zusätzliche Gleise an den Bestandsstrecken legt, hätte man die Neubaustrecke mindestens viergleisig bauen können - und zwar bis Karlsruhe Hbf und nicht nur bis Mörsch. Jetzt ist es aber wohl zu spät, die Bauvorleistung bietet Platz für zwei Gleise. Und an den Bestandstrecken wird man nicht schon wieder alles umbauen. Einzig eine akzeptable Lösung für Mörsch - Karlsruhe schätze ich halbwegs realistisch ein. Alternativ auch mit eigener Stadtbahnstrecke, welche Niederflurern in Forchheim einen schnellen Weg zur Messe ermöglicht. Dort sollte genug Platz für eine Wendeschleife sein, vielleicht schafft man es auch, die S2 noch rüber zu bekommen, damit Einsatzwagen nicht mehr bis Mörsch Bach West fahren müssen und es die Fahrgäste bequemer haben. Die Verbindung könnte auch für Zusatzfahrten während der HVZ und für Umleitungen interessant sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Saarbahn auf der S9
BeitragVerfasst: 17. März 2012, 23:17 
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Der Gotthard bringt garnichts, solange die Rheintalbahn nicht fertig ist. Der zusätzliche Güterverkehr überlastet die Rheintalbahnzwischen Basel und Offenburg und bei Rastatt.
Aber bleibt bitte mal realistisch, Ausbauten müssen nicht nur im Rheintal gemacht werden und das geld für solche Überdimensionierungen ist an anderen Strecken besser investiert. Höchstens der Ausbau Karlsruhe - Mörsch wäre noch realistisch und sinnvoll.


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 Betreff des Beitrags: Re: Saarbahn auf der S9
BeitragVerfasst: 18. März 2012, 15:12 
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@ ralf1985: Natürlich ist es für Änderungen zu spät ... genau das war ja mein Punkt, dass die Umsetzung von Plänen so lange dauert, dass sich inzwischen der Bedarf häufig ändert ... Wie die Entflechtung konkret aussehen könnte, hab ich bewusst offen gelassen - eine Möglichkeit wäre sicher gewesen, die NBS dichter an den Hbf heranzuführen. Trotzdem hätte alternativ ein drittes Gleis Sinn gemacht - sei es für allein für den Nahverkehr oder als Gleis für Mischverkehr, das dann bei entsprechender Signalausstattung "fliegende" Überholungen zulässt. Eine parallel geführte Gleichstrom-Nahverkehrsstrecke scheint mir die schlechteste Lösung zu sein und würde sicher nicht durch eine Standi kommen, weil sie zu wenig Neuverkehr generiert.

@ MrEnglish: In der Sache hast du nicht Unrecht, aber erstens gibt es einen Staatsvertrag, der den Ausbau der Gotthard-Zulaufstrecken vorsieht und zweitens bin ich nicht sicher, ob sich der Zuwachs aufhalten lässt. Der Bedarf ist einfach da und wenn die Infrastruktur nicht mitzieht, verlagert man den Engpass von Rastatt auf den Abschnitt Karlsruhe - Mörsch. Letztlich kannst du dann den Mehrverkehr nur durch horrende Trassengebühren unterbinden - aber eigentlich sollen ja mehr Güter auf die Bahn ... ;-)

Ich glaube, keiner will, dass nur die Rheintal-Strecke ausgebaut wird ... die Gäubahn hätte es mindestens genau so nötig ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Saarbahn auf der S9
BeitragVerfasst: 18. März 2012, 16:17 
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Für Karlsruhe - Mörsch gibt es aber eine Alternative, insgesammt hat man mindestens vier Gleise zur Verfügung. Ab Rastatt gehen lediglich die Fahrten ins Murgtal ab, alles andere muss zumindest zweigleisig über die Brücke. Aber wie gesagt, Karlsruhe - Mörsch könnte man wirklich noch ausbauen, nur eine viergleisige NBS fände ich übertrieben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Saarbahn auf der S9
BeitragVerfasst: 18. März 2012, 20:36 
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strabatim hat geschrieben:
@ ralf1985: Natürlich ist es für Änderungen zu spät ... genau das war ja mein Punkt, dass die Umsetzung von Plänen so lange dauert, dass sich inzwischen der Bedarf häufig ändert ... Wie die Entflechtung konkret aussehen könnte, hab ich bewusst offen gelassen - eine Möglichkeit wäre sicher gewesen, die NBS dichter an den Hbf heranzuführen.

Zumindestens bis Forchheim wäre drin gewesen bzw. sollte sogar jetzt noch realisierbar sein. Ab dem Silberstreifen wird es aber schwierig, da der Messetunnel so wie ich die Platzverhältnisse einschätze umgebaut werden müsste und neben dem Forchheimer Bahnhof noch Betriebsgelände von Firmen im Weg stehen dürften. Auch eine andere Wegführung wird schwierig, neben der Kreisstraße stellt sich die Frage, ob man einfach so eine Schneise in den Hardtwald geschlagen bekommt.

strabatim hat geschrieben:
Trotzdem hätte alternativ ein drittes Gleis Sinn gemacht - sei es für allein für den Nahverkehr oder als Gleis für Mischverkehr, das dann bei entsprechender Signalausstattung "fliegende" Überholungen zulässt.
Könnte vielleicht in Forchheim mit dem Platz gerade noch hinkommen (kann jemand dazu näheres sagen?) wobei man den Bahnhof umbauen hätte müssen. In Durmersheim Nord und Bietigheim wäre auch ein Umbau erforderlich gewesen, entweder ein Bahnsteig wäre nicht mehr von außen erreichbar oder man hätte ein Bahnsteig komplett neu bauen müssen. In Bietigheim wäre wohl die Unterführung am Bahnhof so nicht realisierbar gewesen. Bahnhof Durmersheim und Ötigheim dagegen kein Problem, da dort ohnehin bereits mindestens drei Gleise liegen. Die Brücken in Bietigheim und am Basheideweg könnten so wie ich das im Kopf habe großzügig genug ausgelegt sein, notfalls evtl. den Feldweg östlich davon opfern.
Die Strecke über Muggensturm habe ich jetzt nicht so gut im Kopf. Umzubauen wäre hier wohl nur Bruchhausen gewesen. Hat diese Strecke nicht sogar vorm Karlsruher Hbf einen kurzen dreigleisigen Abschnitt?
Stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, die NBS größer zu dimensionieren, statt an den Bestandstrecken herumzubauen. Dann wäre der Lärm der Güterzüge auch weiter von den Ortschaften entfernt.

strabatim hat geschrieben:
Eine parallel geführte Gleichstrom-Nahverkehrsstrecke scheint mir die schlechteste Lösung zu sein und würde sicher nicht durch eine Standi kommen, weil sie zu wenig Neuverkehr generiert.

Naja, eine Stadtbahn Richtung Durmersheim im 20 Minuten Takt + Zusatzverkehr zur HVZ sowie Messeverkehr wäre schon drin gewesen. Evtl. ab Oberreut noch eine Staßenbahnlinie im 10 Minuten Takt. Ich denke, es wurden schon verkehrsärmere Strecken gebaut.

strabatim hat geschrieben:
@ MrEnglish: In der Sache hast du nicht Unrecht, aber erstens gibt es einen Staatsvertrag, der den Ausbau der Gotthard-Zulaufstrecken vorsieht und zweitens bin ich nicht sicher, ob sich der Zuwachs aufhalten lässt. Der Bedarf ist einfach da und wenn die Infrastruktur nicht mitzieht, verlagert man den Engpass von Rastatt auf den Abschnitt Karlsruhe - Mörsch. Letztlich kannst du dann den Mehrverkehr nur durch horrende Trassengebühren unterbinden - aber eigentlich sollen ja mehr Güter auf die Bahn ... ;-)

Vielleicht modernisieren die Elsässer ja mal ihre parallel verlaufende Strecke. Wobei man bei der SNCF ja Probleme mit den bösen 15kV 16 2/3Hz hat und wohl eher die für Züge aus der Schweiz Richtung Pfalz suboptimale 25kV 50Hz auf den Fahrdraht legen würde.

strabatim hat geschrieben:
Ich glaube, keiner will, dass nur die Rheintal-Strecke ausgebaut wird ... die Gäubahn hätte es mindestens genau so nötig ...
Könnte man zumindest einmal durchgängig zweigleisig ausbauen, damit ein vernünftiger SPNV möglich ist. Wobei die Gäubahn für den Güterverkehr wohl eher etwas ungünstiger liegt, als die Rheintalbahn.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbau Rheintalbahn
BeitragVerfasst: 18. März 2012, 20:50 
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Die Gäubahn bekommt doch 2016-2018 zusätzliche 2-gleisige Abschnitte. Der komplette Ausbau auf 2 Gleise hat wieder die wohlbekannte Standardisierte Bewertung zunichte gemacht. Vielleicht klappts wenigstens mit der auf 2015 geplanten kompletten Elektrifizierung der Südbahn.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbau Rheintalbahn
BeitragVerfasst: 18. März 2012, 22:40 
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Das Problem ist doch, dass für die Strecke Bk Bashaide (etwa dort wird der Abzweig zum Tunnel liegen)-Abzweig Dammerstock kein Platz für mehr Gleise ist. Dafür ist weder die Brücke über die Kreisstraße dimensioniert noch im Bereich des Waldes. Aber das sit auch nciht geplant und meiner meinung nach nciht erforderlich. Güterzüge und Stadtbahnen stören sich weniger udn die ICE müssen aj dann nur auf einem kurzen Stück dazwischen passen. Jetzt muss erstmal der Rastatter-Tunnel fertig werden, dann muss das Stellwerk Forchheim und Durmersheim auf ESTW umgebaut werden und dann kann man den Tunnel auch nutzen, momentan ist geplant 2015 +

Also noch viel Zeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbau Rheintalbahn
BeitragVerfasst: 19. März 2012, 15:35 
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Wer mal Lust hat, am Fahrplan rumzuspielen, hier ist die Exceltabelle die ich mir angelegt habe. Das ganze ist nicht 100%ig ausgearbeitet, aber für einen Überblick reicht es allemal.
Die zukünftigen Fernverkehrsabfahrtszeiten habe ich der Fahrplantapete zum Stresstest von Stuttgart 21 entnommen. Wie man sieht, bleibt aus den Randbedingungen von halbstündlichem Fernverkehr (ungünstigerweise noch dazu mit leicht unterschiedlichen Abfahrtszeiten in den geraden und ungeraden Stunden), und sauberem 20-min-Takt für die Stadtbahn nicht mehr viel Spielraum übrig.
Dateianhang:
Fahrplan Karlsruhe - Rastatt.zip [18.6 KiB]
222-mal heruntergeladen

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 Betreff des Beitrags: Mein Vorschlag: dreigleisig bis zur NBS nördlich Durmersheim
BeitragVerfasst: 19. März 2012, 18:25 
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MrEnglish hat geschrieben:
Für Karlsruhe - Mörsch gibt es aber eine Alternative, insgesammt hat man mindestens vier Gleise zur Verfügung. Ab Rastatt gehen lediglich die Fahrten ins Murgtal ab, alles andere muss zumindest zweigleisig über die Brücke. Aber wie gesagt, Karlsruhe - Mörsch könnte man wirklich noch ausbauen, nur eine viergleisige NBS fände ich übertrieben.

Die Kapazität kannst du aber nicht nach Gleisen rechnen, sondern nur nach Trassen - und das ist ja genau das Problem, dass sich viele teils schnell-, teils langsamfahrende Züge in engen Takten in die Quere kommen bzw. dass im Personenverkehr zu den Knotenzeiten in kurzer Folge mehrere Züge fahren. Ein vertakteter Mehrverkehr (z.B. HVZ-Verstäker, RE nach Freiburg oder Strasbourg, ...) ist ja heute kaum noch möglich. Außerdem muss jeder Verkehr über Muggensturm zwangsläufig durch den Rastatter Bahnhof und ggfs. auch über die Murgbrücke. Für den Ist-Zustand des Verkehrsaufkommens wirkt der Tunnel wegen der Entflechtung zwar entlastend, bei wachsendem Güterverkehr entsteht jedoch wieder Nadelöhr. Nur wenn "schneller" Güterverkehr auch durch den Tunnel könnte, wäre er eine echte Entlastung.

Sicher ist richtig, dass man zwischen Durmersheim und Karlsruhe nicht sofort ein drittes Gleis legen könnte, aber grundsätzlich wäre da Platz - auch wenn das natürlich bedeutet, dass man Brücken anpassen muss, vielleicht auch ein paar Gebäude (z.b. Bhf. Forchheim) abreißen und natürlich die Bestandsstrecke anpassen (Bhf. Forchheim und im Bereich des Bw) müsste - so ist das doch immer bei Erweiterungen oder Neubauten.

@ ralf1985: Das dritte Gleis wäre meiner Meinung nach zur Flexibilisierung des Zu- und Ablaufs der Tunnel-NBS nur bis kurz vor Durmersheim nötig; d.h. nur der Bahnhof Forchheim müsste umgeplant werden, alle Bedenken für die Bereiche südlich der NBS-Ausfädelung wären hinfällig.

Gegenüber einer "größer" dimensionierten NBS (d.h. vier Gleise Durmersheim-Hbf?) verbraucht ein drittes Gleis weniger Fläche und ist sicher preiswerter. Eine durchgehende NBS würde nur dann mehr bringen, wenn "schnelle" Güterzüge den Tunnel mitbenutzen könnten (Lärmschutzvorteil!), was aber wegen des Geschwindigkeitsunterschieds gegenüber den ICE/TGVs verhältnismäßig viele Trassen verbraucht.

Die Strecke via Muggensturm hat übrigens keinen dreigleisigen Anschnitt südlich des Hbf, sondern nur eine verhältnismäßig lange viergleisige Ein-/Ausfädelung der Güterumgehungsstrecke.

ralf1985 hat geschrieben:
strabatim hat geschrieben:
Eine parallel geführte Gleichstrom-Nahverkehrsstrecke scheint mir die schlechteste Lösung zu sein und würde sicher nicht durch eine Standi kommen, weil sie zu wenig Neuverkehr generiert.

Naja, eine Stadtbahn Richtung Durmersheim im 20 Minuten Takt + Zusatzverkehr zur HVZ sowie Messeverkehr wäre schon drin gewesen. Evtl. ab Oberreut noch eine Staßenbahnlinie im 10 Minuten Takt. Ich denke, es wurden schon verkehrsärmere Strecken gebaut.

Kannst du das mal in einen Kontext setzen - ich kann sonst nur ahnen, wovon du redest ...

Ich sehe einfach nicht genügend Fahrgastaufkommen für eine parallel geführte Gleichstromstrecke entlang der Durmersheimer Bahn: der Ort hat nur 10.000 Einwohner und die Strecke hätte abgesehen von den paar Dutzend Leuten in Forchheim-Bahnhof keine Erschließungswirkung. Und wohin sollte die Linie in der anderen Richtung fahren? Und auf welcher Route? Außerdem ist mit einer Geichstromstrecke ja noch nichts gegen die Belastung auf den beiden Fernbahnstrecken getan, denn die S-Bahn-Linien, die über Rastatt hinausführen, bleiben ja trotzdem. Und was für eine zweite Straßenbahn "ab Oberreut" soll das sein (Route, Ziel)?

Eine dreigleisige Wechselstrom-Strecke bietet genauso die Möglichkeit der Messeanbindung (Stichstrecke Bhf. Forchheim-Messe) mit Zweisystemern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbau Rheintalbahn
BeitragVerfasst: 19. März 2012, 19:11 
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Registriert: 25. November 2009, 12:00
Beiträge: 699
Wohnort: Bietigheim
strabatim hat geschrieben:
Kannst du das mal in einen Kontext setzen - ich kann sonst nur ahnen, wovon du redest ...

Ich sehe einfach nicht genügend Fahrgastaufkommen für eine parallel geführte Gleichstromstrecke entlang der Durmersheimer Bahn: der Ort hat nur 10.000 Einwohner und die Strecke hätte abgesehen von den paar Dutzend Leuten in Forchheim-Bahnhof keine Erschließungswirkung. Und wohin sollte die Linie in der anderen Richtung fahren? Und auf welcher Route? Außerdem ist mit einer Geichstromstrecke ja noch nichts gegen die Belastung auf den beiden Fernbahnstrecken getan, denn die S-Bahn-Linien, die über Rastatt hinausführen, bleiben ja trotzdem. Und was für eine zweite Straßenbahn "ab Oberreut" soll das sein (Route, Ziel)?

Eine dreigleisige Wechselstrom-Strecke bietet genauso die Möglichkeit der Messeanbindung (Stichstrecke Bhf. Forchheim-Messe) mit Zweisystemern.

Es ging bei der zusätzlichen Strecke erst einmal davon, die Stadtbahn von der Fernverkehrstrasse zu trennen. Das heißt ab Bashaide auf die alte DB-Strecke einfädeln und S-Bahnen wie bisher weiter Richtung Rastatt. Die aktuelle Kapazität über Durmersheim ist mit dem 20/40er Takt im Berufsverkehr an den Belastungsgrenzen angelangt. Will man neue Fahrgäste gewinnen, wird man langfristig nicht um einen 20-Minuten-Takt herumkommen.
Dafür ist es noch egal, mit welchem Stromsystem man die neue Strecke bzw. Erweiterung baut.

Zweitens ging es darum, die Messe besser an den Hauptbahnhof anzuschließen - wäre wegen Fahrzeugflexibilität und -kosten schön, wenn es mit Einsystemern ginge.

Drittens könnte man in Oberreut die Linie 1 bis zur Bahnstrecke verlängern. Im Falle einer neuen Gleistrom-Bahnstrecke könnte man die Linie 1 bzw. den Umlauf nach Linienwechsel Richtung Hauptbahnhof verlängern, dabei evtl in Bulach und Beiertheim Tram-Haltestellen einrichten. Wäre auch für Einsatzwagen bei Veranstaltungen in der Europahalle oder beim Fest nicht schlecht, da die Masse der Fahrgäste auf der Linie 1 nun in beide Richtungen fahren würde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbau Rheintalbahn
BeitragVerfasst: 19. März 2012, 21:23 
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Registriert: 19. August 2011, 15:49
Beiträge: 69
Ok, jetzt verstehe ich deine Idee besser - du willst also vor Durmersheim eine Verknüpfung einer parallelen Gleichstromstrecke mit der DB und Systemwechsel einrichten.

ralf1985 hat geschrieben:
Dafür ist es noch egal, mit welchem Stromsystem man die neue Strecke bzw. Erweiterung baut.

Nee, eben nicht: Von einer Gleichstromstrecke würde ausschließlich der AVG-Nahverkehr profitieren, von einem dritten Wechselstromgleis der gesamte Verkehr.

Eine (niveaugleiche) Gleisverknüpfung vor Durmersheim erfordert bei Fahrten der S-Bahnen Richtung Karlsruhe das Kreuzen des Gleises Richtung Rastatt, was wieder Trassen Richtung Süden kostet und die Streckenkapazität absenkt. Ein Überwerfungsbauwerk verursacht entsprechend hohe Kosten.

Wenn es wirklich auf einen glatten 20-Minuten-Takt via Durmersheim und gelegentliche Messekurse rauslaufen sollte, müsste die Gleichstromstrecke Ausweichen haben oder wenigstens von Karlsruhe bis Forchheim zweigleisig sein, d.h. sie braucht mehr Platz und größeren Investitionsbedarf als ein drittes Eisenbahngleis.

Was du in Oberreut vorhast, ist mir immer noch nicht ganz klar: läuft das auf ein Gleisdreieck am südlichen Ende der Woerrishoferstraße raus? Willst du eine neue Strecke durch Bulach und Beiertheim bauen oder sollen die Haltepunkte parallel zur jetzigen Eisenbahnstrecke liegen? Da müsstest du mal eine Skizze einstellen, damit man das im Detail diskutieren kann. Ich sehe nur ein Kleingartengebiet nördlich des Bw und außerdem noch erschwerend die Gleise der Bulacher Kurve Richtung Wörth und die Ausfädelung der Güterstrecke - die Gegend müsste man völlig umkrempeln, um da noch zwei Gleichstromgleise unterzubringen, die selbst im besten Fall kaum erschließende Wirkung für die beiden Stadtteile hätten.

Eine mögliche Führung der S 4/41 über die Trasse der Strab 1 würde den Hbf als zentrale Umsteigestelle abhängen und die Fahrzeit ins Zentrum verlängert = keine gute Idee.

Wenn es um eine bessere Verbindung Messe-Hbf geht: es ist ja noch die Strab-Strecke Pulverhausstraße-Europahalle-Südendstaße geplant, die ideal für eine direkte Messelinie mit Gleichstromern wäre. Das wäre zwar nicht ganz so Express wie via Forchheimer Bahnhof, aber trotzdem eine erhebliche Verbesserung gegenüber der heutigen S 2.

Das entscheidende Argument ist aber, dass eine Gleichstromstrecke finanziell voll zu Lasten der AVG ginge. Ich sehe da beim besten Willen keine Chance auf Förderung, da ja kein Neuverkehr entsteht. Ich halte das für eine unangemessen hohe Investition für eine vergleichsweise geringe Verbesserung des Betriebsqualität.


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 Betreff des Beitrags: Re: Änderungen zum Fahrplanwechsel 2017
BeitragVerfasst: 22. Oktober 2016, 20:15 
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Bahnnutzer100 hat geschrieben:
Statt die Ursachen von Verspätungen zu bekämpfen, indem man Strecken ausbaut


Für obiges Problem mit den Verspätungen ins Murgtal lässt sich das meiner Meinung nach mit zwei Vorhaben umschreiben:
- Niveaufreie Querung Bahnhof Rastatt
- zusätzliches Gleis bis zur Bk Bashaide

Ich habe es in diesem Jahr noch nicht oft erlebt, dass man in einem Stück bis Rastatt durchgelassen wird. 10-15 Minuten plus sind da obligatorisch bis man aus Rastatt draußen ist.

Auch der Tunnel wird da nicht viel dran ändern.


Grüsse

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Es ist die Erkenntnis, dass der Pendler im öffentlichen Verkehrssystem sehr ungern umsteigt. Er fährt nicht mit dem Omnibus zum DB-Zug, dann zum Hauptbahnhof um dann wieder in die Strassenbahn zu wechseln um in die Stadt zu kommen.
Dieter Ludwig


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 Betreff des Beitrags: Re: Änderungen zum Fahrplanwechsel 2017
BeitragVerfasst: 20. November 2016, 15:16 
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Registriert: 7. Dezember 2010, 12:00
Beiträge: 328
Murgtalbahner hat geschrieben:
Bahnnutzer100 hat geschrieben:
Statt die Ursachen von Verspätungen zu bekämpfen, indem man Strecken ausbaut


Für obiges Problem mit den Verspätungen ins Murgtal lässt sich das meiner Meinung nach mit zwei Vorhaben umschreiben:
- Niveaufreie Querung Bahnhof Rastatt
- zusätzliches Gleis bis zur Bk Bashaide

Ich habe es in diesem Jahr noch nicht oft erlebt, dass man in einem Stück bis Rastatt durchgelassen wird. 10-15 Minuten plus sind da obligatorisch bis man aus Rastatt draußen ist.

Auch der Tunnel wird da nicht viel dran ändern.


Grüsse


Hallo,

das Auflaufen der Eilzüge und das "Problem" Bashaide wird sich zumindest für die Murgtal-Eilzüge ab Fahrplanwechsel entspannen, die Murgtal-Eilzüge verkehren dann in beide Richtungen über Ettlingen-West und die Schwarzwaldbahn grundsätzlich übe Durmersheim, damit sind zeitgleiche Ein-und Ausfahrten in Rastatt vom Eilzug und der Schwarzwaldbahn möglich.

Ein 3 gleisiger Ausbau zwischen dem neu zu bauenden Bahnhof Bashaide und dem Abzweig Dammerstock ist quasi unrealistisch, denn dazu müsste nach dem Umbau des Bahnhofes Forchheim auf ESTW, das kommt wohl 2019 mit dem Neubau des neuen Bahnhofes Bashaide als ESTW, das unter Denkmalschutz stehende Bahnhosgebäude von Forchheim abgerissen werden, denn auf der Seite der Druckerei ist kein Platz für ein drittes Gleis.


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