Verkehrsforum Karlsruhe

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 Betreff des Beitrags: Frage zur Beschilderung
BeitragVerfasst: 14. September 2016, 07:36 
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Registriert: 30. Dezember 2013, 23:01
Beiträge: 308
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Hallo zusammen,

da hier schon öfters über Beschilderungen geschrieben wurde wollte ich mal eine Frage los werden, ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Die Frage ist ganz einfach: Kann man innerhalb eines verkehrsberuhigten Bereiches (Z 325.1) ein Z 239 ("Fußgänger") aufstellen?

Hintergrund der Frage ist, dass ich eine solche Stelle (nicht in Karlsruhe) gesehen habe und ich nun wissen möchte ob ich hier eine falsche Auffassung habe oder die anordnende Behörde.
Ich verstehe den verkehrsberuhigten Bereich jedenfalls als Mischverkehrsfläche bei dem jeder Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt ist. Wenn man nun dem Fußgänger ein Vorrecht einräumt, dann kommt der Radfahrer (Z 237) der Sonderrechte will, dann der nächste der eine Halteverbotszone (Z 283) will usw... In meinen Augen entspricht so etwas nicht dem Sinn eines verkehrsberuhigten Bereiches, aber in Deutschland weiß man ja nie :-D

Ich hoffe ihr könnt mir helfen ;-)

Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zur Beschilderung
BeitragVerfasst: 14. September 2016, 10:00 
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Registriert: 11. Juni 2009, 11:00
Beiträge: 1207
Wohnort: Karlsruhe
Radio Eriwan "Kommt drauf an" ;-)

Für komische beschilderungen aller Art ist man im verkehrsportal.de immer dankbar.
Die wollen dann aber Bilder sehen, um die Frage besser beurteilen zu können ...
(Wg. andauernder Netzprobleme habe ich mich aber derzeit aus dem VP ausgeklinkt ...)

Bei abzweigenden Gehwegen sähe ich kein Problem. Spontan fiele mir mind. ein solcher Fall ein, wo halt ein Rad- und Gehweg von vbB abzweigt, der vbB ist dann zu Ende ...

Der außerhalb des vbB typische Fall eines fahrbahnparallelen Gehwegs, der nicht klar erkennbar ist (bspw. nur durch Strich abgetrennt, mind. 1 o 2 Fälle in KA) scheitert ja eigentlich schon daran, dass es im vbB keine Fahrbahnen gibt wg Mischverkehrsfläche, also bezöge sich das Schild über die ganze Straßenbreite, eigentlich ...
Aber ohne Bilder ...

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zur Beschilderung
BeitragVerfasst: 14. September 2016, 12:04 
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Registriert: 30. Dezember 2013, 23:01
Beiträge: 308
Wohnort: Ettlingen
Hallo,

vielen Dank für deine Antwort. Also Bilder kann ich gern nach reichen, ich kann aber schon sagen, dass keiner der von dir genannten Fälle hier zutrifft.

Es geht konkret um die Albstraße in Ettlingen, die liegt (zw. Schiller- und Friedrichstr) komplett im vbB. Es gibt keine Bordsteine, Markierungen o.Ä. Zwischendrin ist die Verkehrsfläche etwas enger, ich denke man will verhindern, dass Autos dort rein fahren. Das ZZ "Radfahrer frei" ist auch drunter. Ich kann/will aber nicht verstehen, warum innerhalb eines vbB der Fußgänger auf einmal höher ist als der Radfahrer und der wiederum zum KFZ. Naja ich werde mal Bilder bringen...

Liebe Grüße ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zur Beschilderung
BeitragVerfasst: 15. September 2016, 20:53 
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Registriert: 22. April 2012, 20:00
Beiträge: 18
Wohnort: Durlach
Die Beschilderung erscheint mir auch widersinnig, aber der Vorrang des Fußgängers gegenüber allen Fahrzeugen in solch einer Zone ergibt sich m.E. aus der StVO.
Zitat:
2. Wer ein Fahrzeug führt, darf den Fußgängerverkehr weder gefährden noch behindern; wenn nötig, muss gewartet werden.
3. Wer zu Fuß geht, darf den Fahrverkehr nicht unnötig behindern. [...]
5. Wer zu Fuß geht, darf die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen; Kinderspiele sind überall erlaubt.
Allerdings ist ja eh für alle Fahrzeuge Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben, Konflikte kann es also eigentlich nur geben, wenn zwei Verkehrsteilnehmer nicht in gleicher Richtung unterwegs sind oder der Fußgänger anhält, "spielt" oder dergleichen. Wer sich einfach in Schrittgeschwindigkeit die Straße entlang bewegt, mit oder ohne Fahrzeug, der stört ja niemand anders - der sich an die StVO hält.

Vermutung: Das war in Ettlingen an dieser Stelle nicht der Fall; es wurde zu schnell gefahren. Statt das abzustellen hat man ein falsches Schild aufgestellt in der Hoffnung auf Sensibilisierung der Fahrzeuglenker. Ein Unfug, den man öfter findet.

Ich selbst hatte mal einen etwas sinnfreien Dialog in der Kelterstraße (Verkehrsberuhigte Zone, in der die Parkplätze so eingezeichnet sind als gäbe es Trottoirs zwischen den Parkplätzen und den Häusern), ich ging so, daß Autos an mir vorbeikamen. Polizeiauto fährt neben mich, bremst auf Schrittgeschwindigkeit, öffnet das Beifahrerfenster "Sie gehen auf der Straße" - "ja, über's Wasser kann ich nicht" - "Sie gehen auf der Straße" - "äh, 'Fahrbahn' meinen Sie? Das macht hier keinen Unterschied, das ist eine Verkehrsberuhigte Zone" - "Sie gehen auf der Straße" - danach gaben sie Gas und zogen von dannen.


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