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 Betreff des Beitrags: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 18. Dezember 2011, 20:15 
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Bislang gilt ja Pforzheim nicht gerade als Paradies für Radfahrer, wovon sich vor einiger Zeit auch Staatssekritärin Giesela Splett überzeugen konnte.
Nur wenige Stellen des Radnetzes in PF sind als wirklich vorbildlich zu sehen (ehrlich gesagt fällt mir nur eine ein :-? ), vor allem auf Steigungsstrecken fehlen "Schleichspuren" um das Radfahren angenehmer zu machen. So kommt es dass die gut genutzten Radverkehrsanlagen an einer Hand abzuzählen sind, dies ist z.B. der Enztalradweg Richtung Mühlacker wo dann aber S-Pedelecs (die da eigendlich gar nicht fahren dürfen, aber die eutinger Straße ist auch nicht umbedingt eine gute alternative...) und Rentner am Rollator schön gemischt werden was für beide Parteien wohl nicht sehr angenehm ist...
Es gibt also viel zu tun um Pforzheim zu einer radfreundlicheren Stadt zu machen, wobei es jetzt dank Pedelecs usw trotz großer Steigungen ein höherer Radverkehrsanteil auch in PF möglich wäre.

In dieser Situation fordert jetzt der VCD Pforzheim/Enz den in absehbarer Zeit außer Betrieb gehenden Bahntunnel nach Ispringen zu einen Radweg umzubauen sobald der Neubau fertig ist.

Artikel dazu in der PZ: http://www.pz-news.de/pforzheim_artikel ... 13593.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 19. Dezember 2011, 16:27 
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Registriert: 15. Mai 2011, 19:44
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Nette Idee, aber wie soll der Tunnel denn ans Radwegnetz angebunden werden ?

Die Bahnstrecke läuft ja auf der Ispringer Seite ein ganzes Stück im Einschnitt bevor der Tunnel beginnt und auch auf der Pforzheimer Seite gibt es vor dem Tunnel einen engen Einschnitt, der komplett von Gleisen belegt ist.

Da die Bahntrasse weiterhin von Gleisen zum neuen Tunnel belegt ist, muss man da entweder radfahrerunfreundliche, steile Rampen bauen oder teuer die Einschnitte verbreitern, wenn das überhaupt möglich ist ( in Pforzheim wird es da eng).

Und der Tunnel selbst dürfte zumindest eine komplette neue Innenschale benötigen. Wenn nicht noch mehr Aufwand nötig ist. Ich frage mich nämlich , warum die Bahn als Option den Neubau eines zweigleisigen Tunnels gewählt hat und nicht nur einen eingleisigen neuen Tunnel und eine neue Innenschale für den alten Tunnel.

Ich befürchte , das da dann der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht.
Denn das Radverkehrsaufkommen zwischen Ispringen und Pforzheim schätze auch eher als gering ein. Ich bin dieses Jahr häufiger die Strecke Pforzheim Friedhof-Waisenrainweg -Ispringen ( also parallel zur Bahn und Landstrasse) gelaufen. Da bin ich selten Radfahrern begegnet. Jedenfalls seltener als Autofahrern, die die anliegenden Grundstücke angefahren haben. Und das praktisch alle Radfahrer über die Landstrasse fahren,halte ich auch für unwahrscheinlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 19. Dezember 2011, 19:08 
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Beiträge: 1459
mkossmann hat geschrieben:
Da die Bahntrasse weiterhin von Gleisen zum neuen Tunnel belegt ist, muss man da entweder radfahrerunfreundliche, steile Rampen bauen oder teuer die Einschnitte verbreitern, wenn das überhaupt möglich ist ( in Pforzheim wird es da eng).


Ich habe mir das mal in den Planfeststellungsunterlagen angeschaut:
Ispringer Seite:
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klicken macht groß

Pforzheimer Seite:
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klicken macht groß

Auf der Ispringer Seite sollte es folglich kein größeres Problem sein eine Rampe auf den Waisenrainweg zu bauen (200m um die 10m Höhenunterschid zu meistern), auf der Pforzheimer Seite könnte man versuchen die Hachelbrücke zu erreichen. Dies wäre aber eine Steigung von fast 10% (10 Höhenmeter auf 100m) wenn man am Tunnelausgang noch auf der Tunnelsohle wäre, das ist aber nicht umbedingt nötig, ein Fahrradfahre braucht ja nicht die Durchfahrhöhe eines DoStos ;-)
Alternativ könnte man auch den Weg unter der Hachelbrücke durchquetschen um dann die Güterstraße zu erreichen, sollte dies Regeltechnisch machbar sein.

mkossmann hat geschrieben:
Und der Tunnel selbst dürfte zumindest eine komplette neue Innenschale benötigen.

In wieweit man auf sowas verzichten kann wenn das ein Radweg ist und kein Bahntunnel mehr sollte man mal kucken. Ganz ohne Sanierung wird man wohl nicht auskommen, die wäre aber wohl günstiger da man nicht unter rollenden Rad umbauen würde.

mkossmann hat geschrieben:
Ich frage mich nämlich , warum die Bahn als Option den Neubau eines zweigleisigen Tunnels gewählt hat und nicht nur einen eingleisigen neuen Tunnel und eine neue Innenschale für den alten Tunnel.

Das hatte ja auch was mit der Enge des Tunnels zu tun, den notwendigen Umbau unter rollenden Rad, der eingeschränkten Geschwindigkeit usw.

mkossmann hat geschrieben:
Ich befürchte , das da dann der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht.

Ausschließen würd ichs nicht ;-)

mkossmann hat geschrieben:
Denn das Radverkehrsaufkommen zwischen Ispringen und Pforzheim schätze auch eher als gering ein.

Verwechsele Aufkommen niemals mit Potenzial ;-)
Das könnte durchaus gegeben sein wenn man das gut verkauft, heute ist die Verbindung über den Berg ja nicht ganz so toll und auch in PF kommt man fast nur über Hauptstraßen weiter was viele Radler nicht ganz so attraktiv finden.
Da muss dann natürlich schon ein Gesammtkonzept her damit sich das auch tatsächlich lohnt.
Wobai man natürlich durchaus dagegen halten muss dass Ispringen mit seinen 6.000 Einwohnern jetzt nicht der Nabel der Welt ist und so sehr große bemühungen von nöten wären Potenzial abzuschöpfen, vor allem da bestimmt auch ein nicht zu verachtender Teil der Einwohner einfach in die "falsche" Richtung pendelt.

Eine Untersuchung wäre aber trotzdem mal interessant.


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 Betreff des Beitrags: Re: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 20. Dezember 2011, 01:05 
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Registriert: 11. Juni 2009, 11:00
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Wohnort: Karlsruhe
glx hat geschrieben:
mkossmann hat geschrieben:
Da die Bahntrasse weiterhin von Gleisen zum neuen Tunnel belegt ist, muss man da entweder radfahrerunfreundliche, steile Rampen bauen oder teuer die Einschnitte verbreitern, wenn das überhaupt möglich ist ( in Pforzheim wird es da eng).


Ich habe mir das mal in den Planfeststellungsunterlagen angeschaut:
Ispringer Seite:
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klicken macht groß

Pforzheimer Seite:
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klicken macht groß

Auf der Ispringer Seite sollte es folglich kein größeres Problem sein eine Rampe auf den Waisenrainweg zu bauen (200m um die 10m Höhenunterschid zu meistern),

Die Unterlagen habe ich mir natürlich auch genauestens angeguckt, bevor ich die Idee als "Einwendung" zur Planfeststellung und auf diversen anderen Kanälen in Umlauf brachte. Wobei ich da bei einigen wohl offene Türen einrannte, die sich bloß nicht aufrafften, die Idee selbst anzuschieben. Vermutlich gibt's nun auch einen Antrag im Gemeinderat von PF.

Eine provisorische Anbindung ans Wegenetz auf Ispringer Seite ist in der Tat ein Leichtes, weil sich die Gleise viel Zeit lassen, auf die alte Trasse zu kommen. Wenn man's gut machen möchte, sollte man sich aber was unterhalb des heutigen Weges überlegen, der ist nämlich nicht sonderlich toll trassiert, bspw. per Stützwand am Gebäude vorbei und dann auf der Oberkante der Böschung oder so ...

glx hat geschrieben:
auf der Pforzheimer Seite könnte man versuchen die Hachelbrücke zu erreichen.

Nö, viel einfacher einfach den Rückbau des Gleises 16 paar Meter weiter zurückbauen und dann ist man bei Güter- und Salierstr. angelangt und fast ohne Höhendifferenzen aus dem Tunnel raus. Die neuen Gleise ragen zwar unter der BRücke etwas ins alte Planum des Gleises 16 rein, aber die Querschnitte reichen, wenn man die Entwässerung etwas "steiler" macht, mindestens für einen VwV-kompatiblen Radweg aus.
glx hat geschrieben:
Alternativ könnte man auch den Weg unter der Hachelbrücke durchquetschen um dann die Güterstraße zu erreichen, sollte dies Regeltechnisch machbar sein.

Ach, ich hätte weiter lesen sollen vorm Tippen ;-)
glx hat geschrieben:
mkossmann hat geschrieben:
Und der Tunnel selbst dürfte zumindest eine komplette neue Innenschale benötigen.

In wieweit man auf sowas verzichten kann wenn das ein Radweg ist und kein Bahntunnel mehr sollte man mal kucken. Ganz ohne Sanierung wird man wohl nicht auskommen, die wäre aber wohl günstiger da man nicht unter rollenden Rad umbauen würde.

Und man muss nicht auf EBO-Lichtraumprofile Rücksicht nehmen und kann was billiges reinklotzen ...

glx hat geschrieben:
mkossmann hat geschrieben:
Ich frage mich nämlich , warum die Bahn als Option den Neubau eines zweigleisigen Tunnels gewählt hat und nicht nur einen eingleisigen neuen Tunnel und eine neue Innenschale für den alten Tunnel.

Das hatte ja auch was mit der Enge des Tunnels zu tun, den notwendigen Umbau unter rollenden Rad, der eingeschränkten Geschwindigkeit usw.

Genau, trotz Sanierung wäre der Tunnel nicht konform zu neuesten Lichtraumprofil-Standards geworden ... Und lange dicht. Sanierung wäre aber im Prinzip möglich, war eine von 2 verbliebenen Varianten mit nicht viel mehr Mehrkosten

glx hat geschrieben:
mkossmann hat geschrieben:
Denn das Radverkehrsaufkommen zwischen Ispringen und Pforzheim schätze auch eher als gering ein.

Verwechsele Aufkommen niemals mit Potenzial ;-)

Eben!
Die Strecke ist nur was für harte Radler ...
Aus Pforzheim raus bevorzuge ich die Kleinbahntrasse am Arlinger vorbei.
Radfahrerkomfort sieht anders aus ...
Tunnel für Radfahrer werden angenommen, s.a. Schlossbergtunnel in Tübingen.

glx hat geschrieben:
Das könnte durchaus gegeben sein wenn man das gut verkauft, heute ist die Verbindung über den Berg ja nicht ganz so toll und auch in PF kommt man fast nur über Hauptstraßen weiter was viele Radler nicht ganz so attraktiv finden.
Da muss dann natürlich schon ein Gesammtkonzept her damit sich das auch tatsächlich lohnt.

Deswegen sollte man auch auf Ispringer Seite was besseres suchen als einfahc nur ans Bestandsnetz anzudocken
glx hat geschrieben:
Wobai man natürlich durchaus dagegen halten muss dass Ispringen mit seinen 6.000 Einwohnern jetzt nicht der Nabel der Welt ist und so sehr große bemühungen von nöten wären Potenzial abzuschöpfen, vor allem da bestimmt auch ein nicht zu verachtender Teil der Einwohner einfach in die "falsche" Richtung pendelt.

Nun ja, wenn die nur zum Einkaufen oder Kaffee trinken in die Stadt radeln täten, wäre schon was gewonnen.
Und paar Ispringer und Kämpfelbacher werden schon nach PF reinpendeln ...
glx hat geschrieben:
Eine Untersuchung wäre aber trotzdem mal interessant.

Eben! Und das vorm Zuschütten!
Außerdem wäre das auch denkmalschützerisch besser (portale unter Schutz) und falls mal Tunnelrichtlinien verschärft werden und auch Tunnel < 1000 m zusätzliche Rettungswege bruachen, hätte man es einfacher ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 20. Dezember 2011, 12:59 
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Die angedachte Anbindung auf der Ispringer Seite bedeutet aber das ( im Vergleich zur Bahnstrecke) doch wieder einiges an "unnötigen" Höhenmetern für Radfahrer zusammen kommt. Auch der kurze aber steile Anstieg , wo der Waisenrainweg den Schwenker von der Bahn weg macht ( in der Planzeichnung für die Ispringer Seite ganz links), ist dann weiter in der Route vorhanden und wegen der Bebauung nicht einfach umgehbar.

Und unterschätzt den Sanierungsbedarf des alten Tunnels nicht. In vergangenen Wintern konnte man man ja Eiszapfenbildung im Tunnel beobachten. Die alte Tunnelwand ist also nicht mehr wasserdicht. D.h meines Wissens nach , das eine neue Innenschale notwendig wird um den Tunnel abzudichten. Ein "feuchtes Loch" dürfte wohl nicht allzu attraktiv für Radfahrer sein. Und bedeutet wohl auch , das man damit rechnen muß das die alte Tunnelwand irgendwann durch Erosion zerstört wird und dann die neue Innenschale auch tragende Funktion übernehmen muss.
In Hinsicht auf diese Abschätzung des Sanierungsbedarfs wäre gut zu Wissen warum eine Variante der Sanierung mit eingleisigem neuen Tunnel und nur eingleisiger Nutzung (aus Profilgründen) eines mit neuer Innenschale sanierten alten Tunnels ausgeschieden ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 20. Dezember 2011, 19:12 
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mkossmann hat geschrieben:
Die angedachte Anbindung auf der Ispringer Seite bedeutet aber das ( im Vergleich zur Bahnstrecke) doch wieder einiges an "unnötigen" Höhenmetern für Radfahrer zusammen kommt. Auch der kurze aber steile Anstieg , wo der Waisenrainweg den Schwenker von der Bahn weg macht ( in der Planzeichnung für die Ispringer Seite ganz links), ist dann weiter in der Route vorhanden und wegen der Bebauung nicht einfach umgehbar.

In der Tat, da sollte man sich was einfallen lassen, wenn man es GUT machen will.
Es sollte gehen, wenn man statt Böschung eine Wand baut, um auf dem kurzen Stück um das eine Haus drumrum zu kommen, das man in den Plänen sieht. Wie es weiter wesltich aussieht, weiß ich nicht auswendig.

mkossmann hat geschrieben:
In Hinsicht auf diese Abschätzung des Sanierungsbedarfs wäre gut zu Wissen warum eine Variante der Sanierung mit eingleisigem neuen Tunnel und nur eingleisiger Nutzung (aus Profilgründen) eines mit neuer Innenschale sanierten alten Tunnels ausgeschieden ist.


Steht dazu nix in der Planfeststellung? Bin da grad zu faul zum selbst nachgucken hier im Norden ;-)

Vermute aber, dass es ausschied, weil fast doppelte Kosten. Ein eingleisiger Tunnel dürfte nicht so wesentlich viel billiger sein als ein zweigleisiger und dito bei der Sanierung als ein- oder zweigleisiger Tunnel. Und nachdem die zweigleisige Sanierung schon minimal teurer war und vielleicht (zum Glück für Radler hoffentlich) deswegen ausschied ...
2x eingleisig alt/neu wäre dann sicher noch mal deutlich teurer geworden.
Bei Sanierungsoptionen halte ich mich mal als Nicht-Bauigel dezent zurück ;-)
Aber ein Konzept hätte man ja, sonst hätte es die Variante ja nicht gegeben.
Und ohne rollendes Rad und ohne Rücksichten auf Lichtraumprofile sollte das doch irgendwie deutlich billiger zu kriegen sien ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 20. Dezember 2011, 21:28 
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Mueck hat geschrieben:
In der Tat, da sollte man sich was einfallen lassen, wenn man es GUT machen will.
Es sollte gehen, wenn man statt Böschung eine Wand baut, um auf dem kurzen Stück um das eine Haus drumrum zu kommen, das man in den Plänen sieht. Wie es weiter westlich aussieht, weiß ich nicht auswendig.

Das Problem besteht darin das wie bereits geschrieben, der Waisenrainweg nach rechts den Berg hoch geht, nach links wieder einschwenkt und dann auf diesem Höheniveau ( also deutlich höher als die Bahntrasse) unter dem Autobahnviadukt durchführt , dann kommen weitere einzelstehende Häuser zwischen Weg und Bahntrasse . Und erst danach, kurz vor Ispringen, erreicht der Weg in etwa wieder höhenmäßig Gleisniveau.
Das sind, schätze ich, etwa weitere 500m die man entlang der Bahntrasse für einen Radweg neu trassieren müsste, wenn man wirklich unnötige Höhenmeter vermeiden wollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 21. Dezember 2011, 01:10 
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mkossmann hat geschrieben:
Mueck hat geschrieben:
In der Tat, da sollte man sich was einfallen lassen, wenn man es GUT machen will.
Es sollte gehen, wenn man statt Böschung eine Wand baut, um auf dem kurzen Stück um das eine Haus drumrum zu kommen, das man in den Plänen sieht. Wie es weiter westlich aussieht, weiß ich nicht auswendig.

Das Problem besteht darin das wie bereits geschrieben, der Waisenrainweg nach rechts den Berg hoch geht, nach links wieder einschwenkt und dann auf diesem Höheniveau ( also deutlich höher als die Bahntrasse) unter dem Autobahnviadukt durchführt , dann kommen weitere einzelstehende Häuser zwischen Weg und Bahntrasse . Und erst danach, kurz vor Ispringen, erreicht der Weg in etwa wieder höhenmäßig Gleisniveau.
Das sind, schätze ich, etwa weitere 500m die man entlang der Bahntrasse für einen Radweg neu trassieren müsste, wenn man wirklich unnötige Höhenmeter vermeiden wollte.


Den Abschnitt meinte ich. Der Weg südlich der Autobahn ist auch abwärts ...
... gewagt ...
GUTE Radverkehrsförderung sollte da GLEICH was finden, MÄSZIGE Radverkehrsförderung sichert erst mal den Tunnel und vertagt den Abschnitt, läuft ja nicht weg im Gegensatz zum Tunnel ...

Fundstück via DSO:
http://www.zusi.rzuehlke.de/eifel/kbs474/dechtunn.htm
Da sollte man mal im Nagoldtal gucken, ich meine, die Trasse ist samt Tunnel zweigleisig trassiert, aber nur eingleisig derzeit, und ich meine mich an Stellen zu erinnern, wo ich mir sowas gewünscht hätte. Aber shcon lange her und gerade weit weg von meinen Karten ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 21. Dezember 2011, 10:56 
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Und irgendwann will man die Bahn doch auf zwei Gleise ausbauen und dann heult wieder alles rum wegen dem Radweg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 21. Dezember 2011, 19:25 
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MrEnglish hat geschrieben:
Und irgendwann will man die Bahn doch auf zwei Gleise ausbauen und dann heult wieder alles rum wegen dem Radweg.


Das ist aber eher unwarscheinlich. Derzeit ist man ja noch nicht mal gewillt das Teil zu elektriffizieren.

Auf der Nagoldtalbahn wären der Brötzinger Tunnel und der Weißensteiner Tunnel für den Radverkehr interessant, vom Lichtraumprofil dürfte eine doppelnutzung möglich sein.

Der Brötzinger Tunnel ermöglicht eine abkürzung zu den Industriebetrieben im Brötzinger Tal und in Birkenfeld.
Der Weißensteiner Tunnel würde eine steile Steigung auf den Nagoldtalradweg umgehen.

Die ganzen Tunnels südlich von Calw halte ich für weniger interessant da kaum Potenzial und die Touris wohl lieber die paar Meter um die bergnase herumfahren als durch einen engen Tunnel zu radeln.
Und der Hochdorfer Tunnel dürfte etwas zu lang sein (wäre aber eine höhenmetersparende Angelegenheit für den Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Weg).

Dies natürlich alles unter der Vorraussetzung dass dies auch heute Baurechtlich durchsetzbar ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Radverkehr in Pforzheim
BeitragVerfasst: 8. Juli 2012, 11:03 
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Beiträge: 1459
PM des Pforzheimer VCD-Kreisverbandes:

Zitat:
Masterplan Pforzheim – Vorfahrt für den Umwelt­verbund

VCD Pforzheim/Enz, Presseinformation Nr. 10/2012, Mühlacker, 05. Juli 2012
Stadt Pforzheim muss nun Radverkehrsförderung aktiv angehen

Erfreut ist der ökologische Verkehrsclub VCD über das Ergebnis der Abstimmung zum Masterplan in Pforzheim: „Die Bürger haben sich sehr deutlich für die Stärkung des Umwelt­verbundes aus­gesprochen –sie wünschen attraktive Tarife bei Bus und Bahn und mehr Radwege“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb. Damit stehen die Erwartungen der Bürger nicht nur im Einklang mit dem Verkehrs­entwicklungsplan der Stadt Pforzheim, sondern auch dem Klimaschutz­konzept, nachdem ebenso der ÖPNV gestärkt und der Rad­verkehrs­anteil deutlich gesteigert werden solle, so der VCD.

Auch in Stuttgart konnten mit einem günstigen Kurz­strecken­fahrschein neue Fahr­gäste gewonnen werden, deshalb erwartet der VCD bei einer entsprechenden Um­setzung auch in Pforz­heim einen Erfolg.

Schwieriger werde aus Sicht des VCD die Förderung des Radverkehrs in Pforzheim: In den vergangenen zwei Jahren hätten sich die Verbände ADFC, BUND und VCD mehrmals mit dem OB und der Verwaltung über die Radwege­situation in Pforzheim aus­getauscht. „Doch das Ergebnis ist bislang ernüchternd –mangels Personal wurden die meisten Punkte gar nicht bearbeitet“, beklagt Matthias Lieb und erhofft sich nun von dem eindeutigen Votum der Bürger einen neuen Schub in der Verwaltung. Denn bislang führe der in Bau befindliche Innenstadtring für die Autofahrer zu weiteren Beeinträchtigungen für Radfahrer, z.B. bei der Altstädter Brücke, erklärt der VCD. Hier sei bislang immer noch zu sehr der Fokus auf den Straßenverkehr ausgerichtet – doch gerade das sei der Grund, wieso der Radverkehr in Pforzheim mit 1% fast unter der Nachweis­grenze liege, beklagt Lieb und fordert ein Umdenken: „Der Ober­bürger­meister und die Verwaltung sind nun aufgefordert, für den Ausbau der Radwege­verbindung auch das erforderliche Personal zur Verfügung zu stellen und bei Straßen­bau­maßnahmen die Auswirkungen auf den Radverkehr zu bedenken, der Gemeinderat ist aufgefordert, die notwendigen Finanz­mittel bereitzustellen“, erklärt Matthias Lieb. Durch die heute vorgestellten neuen Radverkehrs-Förderrichtlinien des Landes könne Pforzheim für viele Maßnahmen Zuschüsse erwarten, so z.B. für Radabstell­anlagen und den Bau von Radwegen, so der VCD


Quelle: http://www.vcd-blog.de/2012-07-06-maste ... ltverbund/


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