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 Betreff des Beitrags: Stadtbahn Heilbronn - Zabergäu
BeitragVerfasst: 26. Februar 2012, 03:01 
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Bereits vor Jahren gab es die Idee, nicht nur eine Stadtbahn Nord in Heilbronn auf die Beine zu stellen, sondern auch eine Stadtbahn Süd. Das Problem dabei war damals und ist es auch noch heute, dass die Bahnstrecke ins Zabergäu erst reaktiviert werden müsste, die Strecken nach Sinsheim und Mosbach dagegen ja noch voll in Takt sind. Damals wurde auch ein Gutachten aufgestellt, das ergeben hat, dass die Reaktivierung der Strecke viel zu teuer ist und diese Idee bis ganz an den Schluss eines Ausbau des Stadtbahnnetzes gestellt wird. Tja, jetzt wo die Verlängerung nach Schwäbisch Hall oder nach Künzelsau durch ein erst kürzlich vorgestelltes Gutachten als nicht finanzierbar dargestellt wurde, ist man anscheinend früher als gedacht an einem "Ende" angelangt. Und schon scheint die Idee einer Stadtbahn Süd wieder interessant geworden zu sein.

Zitat:
Neues Gutachten zur Stadtbahn

Region - Der Landkreis gibt ein neues Verkehrsgutachten für das Zabergäu in Auftrag. Eine Stadtbahn durch das Zabergäu würde der Region großen Nutzen bringen. Bislang ist allerdings unklar, wie die hohen Kosten einer Reaktivierung der Strecke finanziert werden könnten. Mehr als 30 Millionen Euro müssten investiert werden. Das Land will die Situation neu prüfen, wenn entsprechende Beschlüsse von Kommunen und Kreis Heilbronn vorliegen.

Quelle: STIMME.de 23. Februar 2012 http://www.stimme.de/regioticker/Neues- ... 33,2380659
weiterer Artikel: http://www.stimme.de/heilbronn/nachrich ... 05,2380915

Fragt sich nur, was sich inzwischen groß an den zu hohen Kosten geändert haben soll. Oder ist dieses Verkehrsgutachten einfach nur ein symbolischer Akt mancher Lokalpolitiker, um die Wähler zu befriedigen...


Zuletzt geändert von TriStar am 26. Februar 2012, 03:13, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stadtbahn Heilbronn - Zabergäu
BeitragVerfasst: 26. Februar 2012, 03:05 
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Also wenn ich überlege, dass schon der Umbau des Tullabads 20 Millionen kosten soll, dann erscheinen mir 30 Millionen als sehr günstig für die Erschliesung des Zabergäus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stadtbahn Heilbronn - Zabergäu
BeitragVerfasst: 26. Februar 2012, 03:17 
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Zum Vergleich: Auch die Stadtbahnverlängerung nach Schwäbisch Hall sollte 30-40 Millionen Euro kosten und war damit um einiges zu teuer. Da ist jetzt die Frage, ob aus dem Zabergäu so viel Mehrverkehr gegenüber Schwäbisch Hall prognostiziert wird, damit die ganze Sache als lohnenswert angesehen wird. Das bezweifle ich. Grundsätzlich bin ich für diese Stadtbahn Süd, aber leider denke ich, dass man sie unter den aktuellen hohen Anforderungen für Zuschüsse solcher Projekte nicht mal in absehbarer Zeit realisieren kann.

Ich hoffe für die jetzige Zeit einfach mal, dass die S2 Verlängerung bis Bruchsal - Waghäusel nicht genau so scheitern wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stadtbahn Heilbronn - Zabergäu
BeitragVerfasst: 26. Februar 2012, 03:24 
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Der Unterschied ist aber, dass es nach Schwäbisch Hall schon Bahnverbindungen gibt, ins Zabergäu nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stadtbahn Heilbronn - Zabergäu
BeitragVerfasst: 30. November 2015, 14:51 
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... und alle Jahre wieder, steht das Thema mal wieder auf der politischen Tagesordnung.

http://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/min ... ung-der-z/


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 Betreff des Beitrags: Re: Stadtbahn Heilbronn - Zabergäu
BeitragVerfasst: 30. November 2015, 19:22 
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Wäre es eigentlich vorstellbar, mit einer bis Oberderdingen oder Bretten verlängerten Zabergäubahn die Kraichgaubahn zu entlasten? Könnte etwa ein Sprinter über die Zabergäubahn sinnvoll sein oder bräuchte er zu lange?


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 Betreff des Beitrags: Re: Stadtbahn Heilbronn - Zabergäu
BeitragVerfasst: 1. Dezember 2015, 09:10 
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ralf1985 hat geschrieben:
Könnte etwa ein Sprinter über die Zabergäubahn sinnvoll sein oder bräuchte er zu lange?


Solange nicht klar ist, wie die reaktivierte Strecke aussieht (z. B. verkürzte D-Wege à la Jöhlingen West und BMO-Bahn, Kreuzungs-/Überholungsmöglichkeiten) ist das Kaffeesatzleserei.
Ein wesentlicher Punkt wäre die Höchstgeschwindigkeit:
Die Kraichgaubahn ist Hauptbahn (Bremsweg infrastrukturseitig/Vorsignalabstand min. 700 m) und damit v max 100 km/h problemlos zulässig und Lauffen - Leonbronn ist und war immer Nebenbahn (Bremsweg nach EBO max. 700 m) und damit v max nur 80 km/h. Mit Ausnahmegenehmigung wären auf einer Nebenbahn 100 km/h zulässig (§40 EBO), dann wären aber auch wesentliche Elemente (Mindestradien, Signaltechnik, Bahnübergänge) nach Hauptbahngrundsätzen zu planen und zu bauen. Was würde das (mehr) kosten? Wären ggf. Anpassungen an der "Bestandstrassierung" (war ja ursprünglich Meterspurstrecke) erforderlich, die Eingriffe in die Nachbarschaft erfordern?

Weitere Frage:
Wie sind die Ein-/Aussteigerzahlen in Eppingen beim Sprinter? Welches Fahrgastaufkommen würde beim Sprinter wegfallen, wenn er an Eppingen vorbei durchs Zabergäu fährt? Oder gäbe es im Zabergäu einen "Ersatzhalt" mit ähnlichem Fahrgastaufkommen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Stadtbahn Heilbronn - Zabergäu
BeitragVerfasst: 3. Dezember 2015, 16:39 
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Registriert: 25. November 2009, 12:00
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Wohnort: Bietigheim
Matze hat geschrieben:
Weitere Frage:
Wie sind die Ein-/Aussteigerzahlen in Eppingen beim Sprinter? Welches Fahrgastaufkommen würde beim Sprinter wegfallen, wenn er an Eppingen vorbei durchs Zabergäu fährt? Oder gäbe es im Zabergäu einen "Ersatzhalt" mit ähnlichem Fahrgastaufkommen?


Mit den Zahlen der Ein-/Aussteigerzahlen in Eppingen kann ich leider gerade nicht dienen. Der Blick auf die Einwohnerzahlen zeigt, dass Eppingen die kleinste Stadt ist, in welcher der Kraichgau-Sprinter hält.

Dazu folgende Zahlen:
Stadt Eppingen:
20.919 Einwohner
Bevölkerungsdichte: 236 Einwohner je km²

Als Sprinterhalt im Zabergäu käme evtl. Brackenheim in Frage
Stadt Brackenheim:
15.106 Einwohner
Bevölkerungsdichte: 330 Einwohner je km²


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