Verkehrsforum Karlsruhe

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 Betreff des Beitrags: Rastatter Tunnel
BeitragVerfasst: 23. November 2008, 16:35 
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Nachdem ja 2004 der 4-Gleisige Abschnitt Baden-Baden - Offenburg in Betrieb genommen wurde, ist die Rheintalbahn im Bereich Karlsruhe zur hälfte fertig.
Südlich davon wird der Ausbau von einer Bürgerinitative bekämpft, aber wenigstens befindet sich der Kartzensteintunnel im Bau.

In der Region Karlsruhe fehlt noch der Rastatter Tunnel der das Nadelöhr Rastatt entschärfen soll, das den gesammten Schienenverkehr ins Chaos stürtzt.
Zwar ist im oberirdischen Abschnitt schon das Gleisbett angelegt, aber Schotter und Gleise fehlen noch. Zudem natürlich der Tunnel. Und der kommt auch nicht vor 2010.

Zitat:
8. Mai 2008

Kein Licht am Ende des Rastatter Bahntunnels
10-jähriges Jubiläum des Planfeststellungsbeschlusses - Baubeginn nicht vor 2010


Karlsruhe/Weingarten. Am Ende des Rastatter Tunnels ist kein Licht zu sehen - den der Tunnel existiert heute noch nicht, und mit dem Baubeginn ist erst weit nach 2010 zu rechnen. Vertreter des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein sollen nun bei einem Besuch im Bundesverkehrsministerium die Notwendigkeit einer raschen Umsetzung verdeutlichen. Dies beschloss die Verbandsversammlung in ihrer Sitzung am 7.05.2008.

In einer Resolution an Bundesverkehrsminister Tiefensee hatte der Regionalverband bereits im März auf den akuten Handlungsbedarf hingewiesen. Das Bundesverkehrsministerium machte in seiner Antwort jedoch deutlich, dass es innerhalb der nächsten drei Jahre keine Finanzmittel für den Bau des Eisenbahntunnels bereitstellen wird. "Dies ist ein für die Region enttäuschendes Ergebnis", betonte Josef Offele, der Vorsitzende des Regionalverbandes.

Aktuell stellt Rastatt ein Nadelöhr auf der Nord-Süd-Transversale im Oberrheingraben dar. Zum einen verengt sich dort die Strecke von vier auf zwei Gleise, zum anderen kann der Bahnhof Rastatt nur mit geringer Geschwindigkeit durchfahren werden. Durch den Engpass leidet auch der Ausbau des vorbildlichen Karlsruher Stadtbahnmodells im südlichen Teilbereich der Region.

Als europäische Fernverkehrsstrecke und Teilstrecke der "Magistrale für Europa" von Paris nach Budapest ist die Rheintalbahn im europäischen Schienenverbund von hoher Bedeutung. Sie ist außerdem Teil der Nord-Süd-Transversale Rotterdam-Genua und damit Zulaufstrecke zur Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) in die Schweiz. Die NEAT soll bis 2017 fertig gestellt sein. Auf einem kurzen Teilstück überlagern sich die zentrale Nord-Süd- und eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen auf dem europäischen Kontinent. Gerade an dieser Nahtstelle hat ein Engpass fatale Folgen für den kontinentalen Verkehrsfluss, "betonte Gerd Hager vor der Verbandsversammlung".

"In Zukunft wird der steigende Güterverkehr erheblich mehr Lärm in die gleisnahen Wohngebiete in Rastatt tragen. Wenn in der Schweiz die Tunnel durch die Alpen offen sind, wird der Zulaufverkehr auf der Rheintalstrecke deutlich zunehmen", machte Hager deutlich. Besondere Steigerungsraten seien für den Güterverkehr vorhergesagt. Er sei besonders lärmintensiv und wird vor allem in der Nacht abgewickelt. Damit seien besondere Belastungen für die Menschen absehbar, die entlang der Strecke wohnen.

Der Rastatter Tunnel könnte hier Abhilfe schaffen. Er soll unter der Stadt hindurchführen. Auf diese Weise würde der Bahnhof Rastatt unterfahren und die Züge könnten mit unverminderter Geschwindigkeit weiterreisen. Außerdem stünden so zwei zusätzliche Gleise zur Verfügung. Der Planfeststellungsbeschluss für dieses Verfahren ist seit 1998 bestandskräftig. Für seine Umsetzung fehlt lediglich das Geld. Dieser Zustand ist für den Regionalverband nicht mehr akzeptabel. "Wir begehen dieses Jahr das 10-jährige "Jubiläum" des Planfeststellungsbeschlusses. Die Planung ist schon lange abgeschlossen, jetzt ist die Zeit für die Umsetzung gekommen", erläutert Verbandsdirektor Dr. Gerd Hager.

Bei einer Bauzeit von ungefähr fünf bis sieben Jahren ist ein sofortiger Baubeginn notwendig, um bis zur Inbetriebnahme der NEAT in der Schweiz den Engpass im Bereich Rastatt zu beseitigen.


Quelle: http://www.region-karlsruhe.de/Presseinfos/Presse_2008/080508_Presse08_9.html

Noch ein paar Bilder der Situation:

Bild
Verlauf des Rastatter Tunnels

Bild
Schematische darstellung der Rastatter Situation

Zuletzt bearbeitet von glx am 30 Nov 2008 14:09, insgesamt einmal bearbeitet


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbau Rheintalbahn
BeitragVerfasst: 23. November 2008, 18:00 
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Das Nadelöhr führt des weiteren dazu das auf der Strecke Frankfurt-Mannheim-Karlsruhe-Basel nicht mehr ICE- Züge verkehren können.

Das heisst das ab Frankfurt alle Stunde 2 Fernzüge im Doppelpack fahren müssen anstatt in einen attraktiven 30min Takt.

Aber das zeigt mir mal wieder das diese Bürgerinitativen keine Ahnung vom Bahnbetrieb haben, was ich sehr bedauerlich finde.

Desweiteren bin ich der Meinung das sich 90% der Leute selbst dafür entschieden haben an dieser Strecke zu wohnen und sie damit selber schuld sind das Sie den Lärm haben.

Deswegen finde ich es ein Unding das ein solches Projekt daran zu scheitern droht bzw. ohne Ende verzögert wird "10 Jahre seit der Planfeststellung" :D


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BeitragVerfasst: 30. November 2008, 14:09 
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Ich habe mal die Situation vor Ort dokumentiert:
Hier bei Ötigheim beginnt die schon fertiggestellte Anbindung des Rastatter Tunnels, die bis nördlich von Durmersheim verläufft.

Noch ein bisschen Schotter, Gleise, Oberleitungen, Streckensicherungen und noch ein paar anderer Firlefanz, und fertig ist die Strecke. Nur noch 4km Tunnel fehlen...

Südlich von Ötigheim endet der Einschnitt, da hier die Gleise absinken um in den Tunnel zu kommen. In den Bereich kreuzt noch eine Straße, die Brücke sieht ohne Gleise schon etwas seltsam aus...


Wärenddessen streiten sich auf der alten Strecke ICE, Stadtbahnen und andere Züge um die freien Trassen.
Auch die Sicherungstechnik ist schon sehr veraltet.


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BeitragVerfasst: 23. Oktober 2009, 10:30 
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Zitat:
PresseInformation Nr. 34
19.Oktober 2009

Rastatter Tunnel — jetzt!
Positionierung der Region Mittlerer Oberrhein


Karlsruhe/Rastatt. Heute (19.10.09) haben sich auf Einladung des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein die politischen Spitzen der Region mit dem Innen- und Verkehrsminister Heribert Rech in Rastatt zu einem Dialog getroffen. Thema war der Bau des Rastatter Tunnels. Die rund vier Kilometer lange Doppelröhre soll den Engpass im Bahnhof Rastatt beseitigen und die Bürger insbesondere von Güterverkehrslärm entlasten. Mit dem Tunnel erfüllt die Bundesrepublik Deutschland ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen gegenüber Frankreich und der Schweiz. Der Rastatter Tunnel ist ein zentraler Baustein sowohl für den europäischen Ost-West- als auch Nord-Süd-Verkehr. Seit dem Jahr 1998 besteht Baurecht. Die gesamte Region drängt auf eine Umsetzung der bis zu 650 Millionen Euro umfassenden Investition durch den Bund. Das in der letzten Woche verkündete Planungsmoratorium südlich
Rastatt eröffnet der Region Mittlerer Oberrhein eine einmalige Chance, die Investitionsmittel in der Region zu binden. Das Ergebnis des Dialogforums ist anliegend zusammengefasst. Die Vertreter der Region wenden sich an das Land um politische Unterstützung, an den Bund wegen der Finanzmittel und an die Deutsche Bahn zur Planung und Umsetzung des Bauvorhabens. Josef Offele, der Vorsitzende des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein, betonte, dass der Rastatter Tunnel eines der zentralen Infrastrukturvorhaben in Baden-Württemberg sei. Heribert Rech, der Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg, signalisierte seine Unterstützung für die Initiative der Region.

Anlagen:
Ergebniss
Karte


Quelle: [url=http://www.region-karlsruhe.de/detail/article/presseinformation-nr-34.html?tx_ttnews[backPid]=114&cHash=f02964d5d8]http://www.region-karlsruhe.de/detail/article/presseinformation-nr-34.html?tx_ttnews[backPid]=114&cHash=f02964d5d8[/url]

Siehe auch: http://www.ka-news.de/region/rastatt/Eisenbahntunnel-Rastatt-Ist-Licht-am-Ende-des-Tunnels-;art6216,288293


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BeitragVerfasst: 18. Dezember 2009, 21:09 
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Zitat:
PresseInformation Nr. 39
16.Dezember 2009

Strategien für zügige Realisierung des Rastatter Tunnels erörtert

Initiativgruppe legt los


Karlsruhe. Gestern (15.12.) konstituierte sich im HAUS DER REGION in Karlsruhe die Initiativgruppe „Rastatter Tunnel“. Sie zielt auf eine raschere Realisierung des gleichnamigen Schienenbauprojektes. Unter der Federführung der TechnologieRegion Karlsruhe trafen sich Vertreter von Regionalverband, Regierungspräsidium Karlsruhe, Stadt und Landkreis Rastatt, der Industrie und Handelskammer Karlsruhe sowie der Initiative „Magistrale für Europa“, um sich zunächst von der Deutschen Bahn über den aktuellen Planungsstand informieren zu lassen. Im Anschluss erörterte das Gremium Strategien, wie auf eine zügige Finanzierung des Bauvorhabens durch die Bundesrepublik hingewirkt werden kann. Im Mittelpunkt stand dabei die Vorbereitung eines Treffens mit dem neuen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, das für das neue Jahr angestrebt wird. Die Idee zur Initiativgruppe „Rastatter Tunnel“ stammt aus einer regionalen Erörterungsrunde, zu der der Regionalverband am 19. Oktober 2009 auch Innenminister Heribert Rech nach Rastatt eingeladen hatte.

Der Rastatter Tunnel besitzt eine entscheidende Bedeutung für den nationalen und internationalen Fern- und Regionalverkehr. In Rastatt kreuzen sich zwei transeuropäische Schienenkorridore: Paris-Budapest („Magistrale für Europa“) und Rotterdam-Genua. Der Tunnel ist Teil der Zulaufstrecke zu den neuen Alpen-Basistunneln Lötschberg und Gotthard (Inbetriebnahme 2007 bis 2015).

Bereits im Frühjahr 1996 wurde die Planung genehmigt und 1998 in einem Gerichtsverfahren bestätigt. Da der Bund bislang keine Finanzmittel zur Verfügung stellte, hat die Deutsche Bahn noch nicht mit dem Tunnelbau begonnen. Neue Sicherheitsvorschriften und ein größerer Lärmschutz machen inzwischen die technische Überplanung des Tunnelbauwerkes notwendig. So sind jetzt beispielsweise doppelt so viele Verbindungen als Fluchtwege zwischen den beiden Tunnelröhren geplant. Außerdem werden durch eine besondere Baukonstruktion die Auswirkungen des sogenannten Tunnelknalls vermindert, also wenn der Zug in der engen Tunnelröhre Luft vor sich her schiebt. Die Initiativgruppe erwartet im Sommer 2010 das Baurecht. Als Bauzeit sind sechs bis sieben Jahre veranschlagt.

Die Planungen für den Ausbau der Rheintalbahn gliedern sich in mehrere Abschnitte. Der Abschnitt 1.2 umfasst die Neubaustrecke entlang der neuen Bundesstraße 36 zwischen Durmersheim und Ötigheim. Hier hat der Bund bereits 25 Millionen Euro investiert und gleichzeitig mit dem Bau der neuen B 36 die Trasse und verschiedene Brückenbauwerke errichtet. Der sich anschließende Abschnitt 1.3 umfasst den zweigleisigen „Rastatter Tunnel“, der die Stadt Rastatt auf einer Länge von vier Kilometern in Nord-Süd-Richtung unterqueren wird.


Quelle: [url=http://www.region-karlsruhe.de/detail/article/presseinformation-nr-39.html?tx_ttnews[backPid]=114&cHash=65b2254e20]http://www.region-karlsruhe.de/detail/article/presseinformation-nr-39.html?tx_ttnews[backPid]=114&cHash=65b2254e20[/url]

ka-news-Artikel: http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Initiativgruppe-legt-los-Strategien-zur-Realisierung-des-Rastatter-Tunnels-besprochen;art6066,321826


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BeitragVerfasst: 17. Januar 2010, 22:05 
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Zitat:
PresseInformation Nr. 1
15.Januar 2010

Auch Rhein-Rhône-Verbindung fordert den Rastatter Tunnel


Karlsruhe. Der Rastatter Tunnel spielt eine zentrale Rolle im nationalen und internationalen Schienenfernverkehr. Er ist Teil der Zulaufstrecke zur Hochgeschwindigkeitsstrecke „Rhin-Rhône“. „Der Bau des Rastatter Tunnels ist somit unabdingbar für die schnelle Anbindung der Region Mittlerer Oberrhein nach Lyon und in Richtung Mittelmeer“, erklärt Hager. Außerdem kreuzen sich in Rastatt zwei transeuropäische Schienenkorridore. Das ist zum einen die so genannte Magistrale für Europa zwischen Paris und Budapest. Zum anderen ist es die Schienentrasse Rotterdam-Genua. Der Tunnel ist darüber hinaus Teil der Zulaufstrecke zu den neuen Alpen-Basistunneln Lötschberg und Gotthard. Letzterer soll 2015 eröffnet werden. Bereits im Frühjahr 1996 wurde die Planung für den Rastatter Tunnel genehmigt und 1998 in einem Gerichtsverfahren bestätigt. Da der Bund bislang keine Finanzmittel zur Verfügung stellte, hat die Deutsche Bahn noch nicht mit dem Tunnelbau begonnen. Als Bauzeit sind sechs bis sieben Jahre veranschlagt.

Der erste Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke Rhein-Rhône verbindet die Großräume Mulhouse und Dijon und soll im Dezember 2011 eröffnet werden. Von Dijon verläuft die Strecke weiter nach Lyon, wo Hochgeschwindigkeitsanschlüsse in Richtung Mittelmeer und Spanien bestehen. Der TGV Rhein-Rhône ist zudem der erste französische TGV, der verschiedene französische Regionen miteinander verbindet, ohne den Großraum Paris zu durchqueren.

Karlsruhe. Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein unterstützt die Forderung nach einer grenzüberschreitenden Koordination beim Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Rhein-Rhône und der zukünftigen Fahrplangestaltung. Diesen Appell haben die Oberbürgermeister von Frankfurt am Main, Strasbourg und Lyon Anfang Januar in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und seinen französischen Kollegen Jean-Louis Borloo gerichtet. Nach Inbetriebnahme des ersten Streckenabschnitts im Dezember 2011 sind internationale Hochgeschwindigkeitsverbindungen von Karlsruhe bis Lyon möglich. Ein „Flaschenhals“ stellt dann aber immer noch der Bahnhof Rastatt dar, der nur durch den raschen Bau des Rastatter Tunnels beseitigt werden kann. „Wir begrüßen diese deutsch-französische Großstadtinitiative. Sie verstärkt unsere Bemühungen zur Beschleunigung des Tunnelbaus bei Rastatt“, kommentiert Verbandsdirektor Gerd Hager. Außer dem Regionalverband haben sich in dieser Sache bereits Spitzenpolitiker aus der Region sowie die IHK Karlsruhe an Minister Ramsauer gewandt.


Quelle: [url=http://www.region-karlsruhe.de/detail/article/presseinformation-nr-1.html?tx_ttnews[backPid]=114&cHash=9e42dca4ed]http://www.region-karlsruhe.de/detail/article/presseinformation-nr-1.html?tx_ttnews[backPid]=114&cHash=9e42dca4ed[/url]


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BeitragVerfasst: 7. April 2010, 18:55 
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Wegen der angeblich zu hohen Kosten ist der Rastatter Tunnel vorläufig auf Eis gelegt. Zudem wäre der Tunnel ja gar kein akuter Engpass wie Verkehrsminister Ramsau(er) der SPD mitteilt.

Quelle:
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=6220010/qamnqe/
http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2010/04/07/aus-fuer-millionenschweres-rastatter-tunnelprojekt.html
http://www.ka-news.de/region/rastatt/Aus-fuer-millionenschweres-Rastatter-Tunnelprojekt;art6216,381244

Also wenn der Rastatter Bf kein akuter Engpass ist was dann?
Wo gehen gleich 2 Europäische Magistralen entlang?
So bestimmte andere Projekte welche das Bundesverkehrsministerium fördert schaffen höchstens akute Engpässe :evil:

Ich glaube wir müssen wirklich für unsere Stadtbahn neue Gleise paralell zur Rheintalbahn bauen.


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BeitragVerfasst: 10. April 2010, 21:09 
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Zitat:
Rastatter Tunnelstopp — Bahn spart an der falschen Stelle
Presseinformation Nr. 13/2010, Stuttgart, 09. April 2010
Falsche Prioritätensetzung beim landesweiten Schienen­ausbau mit fatalen Folgen


Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. zeigt sich verwundert über die Absage durch den Bundesverkehrsminister zum Bau des Rastatter Tunnels, einem Teil­abschnitt auf der Rheintalbahnstrecke. “Der Rastatter Tunnel sollte den zweigleisigen Engpass südlich des Bahnhofs Rastatt bei der Murg­brücke beheben. Dies geht aus Berichten der DB Netz AG klar hervor, die zudem belegen, wie wichtig der Ausbau dieses Nadelöhrs ist“, erklärt der VCD-Landes­vorsitzende Matthias Lieb.

“Bei einer oberirdischen Trassierung würde nicht nur ein Geschwindigkeitseinbruch zementiert, sondern man würde neben einer Fahrzeitverlängerung auch einen “Flaschen­hals” schaffen, der die Leistungsfähigkeit, Betriebsqualität und Flexibilität der gesamten Strecke negativ beeinflusst“, zitiert Lieb auszugsweise die negativen Kon­se­quenzen aus der Eisenbahntechnischen Rundschau (ETR) [Ausgabe 09/2007], die dieser Baustopp mit sich bringen würde.

Wenn der Bundesverkehrsminister jetzt der Ansicht sei, dass in Rastatt keine Eng­stelle bestehe, dürfte diese Aussage eher leeren Kassen als verkehrlichem Sach­verstand geschuldet sein, so der VCD. Die Ankündigung, vielmehr das Nadelöhr zwischen Offenburg und Basel beheben zu wollen, lenke davon ab, dass in Baden-Württemberg in die falschen Eisenbahnprojekte investiert werde und deshalb das Geld an den wichtigen Stellen fehle, beklagt Lieb: “Mit Stuttgart 21 werden über vier Milliarden Euro für 33 Kilometer Tunnel vergraben — im Rheintal fehlen vier Milliarden Euro für den Ausbau für 120 Kilometer Strecke.” Dabei werden jetzt gerade die hohen Kosten des Tunnels in Rastatt als Begründung für den Baustopp herangezogen.

Pikant an der Absage zum Bau des Rastatter Tunnels sei nach Ansicht des VCD auch die Tatsache, dass dieser Abschnitt Bestandteil der “Magistrale für Europa” sei und die ICE und TGV mit 250 km/h durch den Tunnel fahren sollten, während sie bisher nur langsam durch Rastatt zuckeln könnten.

Sofern die politisch Verantwortlichen auf Bundesebene wirklich zukünftig Prioritäten nach verkehrlichen und nicht politischen Kriterien setzen wollten, müssten sie Stuttgart 21 stoppen und die Mittel in die Rheintalbahn umlenken. “Eine Fortführung der Verkehrspolitik nach Gutsherrenart kann sich Baden-Württemberg nicht länger leisten — die Steuermittel müssen eingesetzt werden, um verkehrliche Engpässe zu beheben, anstatt sie bei Prestigebauten in Stuttgart zu vergraben“, erklärt Matthias Lieb abschließend.

Hintergrund

Zitat aus Eisenbahntechnische Rundschau (ETR) (S. 510-511, 09/2007, Nr. 9):
Obwohl die Tunnelstrecke in Rastatt nur einen kleinen Abschnitt der Relation Karlsruhe — Basel darstellt, hat sie für die Gesamtmaßnahme eine erhebliche Bedeutung. Bei einer oberirdischen Trassierung würde nicht nur ein Geschwindig­keits­einbruch zementiert, sondern man würde neben einer Fahrzeit­verlängerung auch einen “Flaschenhals” schaffen, der die Leistungs­fähigkeit, Betriebsqualität und Flexibilität der gesamten Strecke negativ beeinflusst.


Quelle: http://www.vcd-blog.de/2010-04-09-rastatter-tunnelstopp-bahn-spart-an-der-falschen-stelle/


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BeitragVerfasst: 13. April 2010, 10:48 
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Beiträge: 1459
Auch Pro Bahn hat sich nicht gerade erfreut über die aufgabe des Rastatter Tunnels geäußert.
Als Ursachen werden die zu geringen Finanzmittel für die Schiene im allgemeinen und S21 genannt.

Quelle: http://www.ka-news.de/region/rastatt/Entsetzen-bei-Pro-Bahn-Rheintalbahn-soll-langsam-bleiben;art6216,384001#formular


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BeitragVerfasst: 3. August 2010, 00:27 
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Weiß jemand warum für Rastatt eigentlich ein Tunnel geplant ist?
Es wurd doch sicher auch an der Autobahn eine Variante geplant. So von google earth mal betrachtet fänd ich das wesentlich unproblematischer als die Lage in Offenburg, da es ja doch ein Streifen platz gibt und auf Rastätter Seite "nur" das Gewerbegebiet in der Nähe ist.
Daher meine Frage ob jemand die Gründe kennt, das man sich in eine Ebene für einen Tunnel weit unter Grundwasserstand + unter einem dazu ca rechtwinklig laufenend Fließgewässer (also auch Grundwasserströmungen) entscheidet. Mir ists bis jetzt ein Rätsel wieso überhaupt ein Tunnel von Nöten ist.

Besonders betrieblich unproblematisch geplant sind vor allem die niveaugleichen Ein und Ausfädelungen am nördlichen Ende des Rastätter Tunnels und am südlichen Ende des Katzenberg Tunnels :cry:


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BeitragVerfasst: 3. August 2010, 06:10 
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Lyy hat geschrieben:
Es wurd doch sicher auch an der Autobahn eine Variante geplant. So von google earth mal betrachtet fänd ich das wesentlich unproblematischer als die Lage in Offenburg, da es ja doch ein Streifen platz gibt und auf Rastätter Seite "nur" das Gewerbegebiet in der Nähe ist.


Da ist auch ein Örtchen namens Niederbühl in der nähe, man sollte also an zwischen Niederbühl und Rauental die Seite der Autobahn wechseln. Aufrund von Lärmschutz sollte man das machen indem man unten drunter durchfährt. Da sind aber Murg und Murgtalbahn.
Eventuell müsste man beide untertunneln.
Zudem müsste man noch die Autobahn-Ausfahrt Rastatt-Nord umbauen. Zudem werden noch einige Eingriffe in Waldgebiete notwendig. Daher hat man sich wohl entschieden die ganze Sache gleich komplett in einen Tunnel zu legen.


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BeitragVerfasst: 19. August 2010, 08:50 
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Beiträge: 23
Hallo,

laut diesem Focus-Bericht (http://www.focus.de/auto/news/duesseldo ... 20546.html) soll auf der Strecke Rotterdam-Genua der Güterverkehr "Vorfahrt" vor dem Personenverkehr bekommen.
Wäre es nun nicht wichtig, den Ausbau des ohnehin verengten Abschnittes südlich von Karlsruhe auszubauen?


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 Betreff des Beitrags: Bund bewilligt Gelder für Rastatter Tunnel
BeitragVerfasst: 22. September 2012, 14:35 
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Beiträge: 69
Fachperiodika wie Eisenbahn-Kurier und Eisenbahn-Magazin melden in ihren aktuellen Oktober-Ausgaben, dass am 27. August 2012 Bundesverkehrsministerium und Bahn AG die Finanzierungsvereinbarung für die 16 km lange Neubaustrecke Basheide - Rastatt Süd inklusive des 4,27 km langen Rastatter Tunnels unterzeichnet haben. Die Kosten werden auf 693 Mio. € veranschlagt, die Inbetriebnahme der für 250 km/h ausgelegten Strecke soll nach aktuellem Planungsstand 2022 sein.

Im kommenden Dezember wird am südlichen Ende der Aus- und Neubaustrecke Karlsruhe - Basel der 17,6 km lange Abschnitt Schliengen - Haltingen mit dem 9,4 km langen Katzenberg-Tunnel in Betrieb genommen; dort finden derzeit Probefahrten statt. Da die NBS hier einen besonders kurvenreichen Abschnitt (z.T. Vmax 70 km/h) ersetzt, kann mit einer Fahrzeiteinsparung von 4 bis 5 Minuten gerechnet werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rastatter Tunnel
BeitragVerfasst: 1. Juli 2013, 19:37 
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Beiträge: 1459
Heute habe ich im Bereich Rastatt-Süd bauarbeiten im Bereich der neuen Trasse gesehen. Sind das schon vorbereitende Arbeiten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rastatter Tunnel
BeitragVerfasst: 3. Juli 2013, 19:01 
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Registriert: 30. Juni 2011, 18:46
Beiträge: 78
Wohnort: Landkreis Karlsruhe
glx hat geschrieben:
Heute habe ich im Bereich Rastatt-Süd bauarbeiten im Bereich der neuen Trasse gesehen. Sind das schon vorbereitende Arbeiten?


Das soll mal die Grundwasserwanne für die Rampe zum Südportal geben...


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